SPD-Fraktion fordert: Begegnungszone Maaßenstraße nachbessern!

Veröffentlicht am 22.02.2016 in BVV

An der im Oktober 2015 eröffneten „Begegnungszone Maaßenstraße“ muss nachgebessert werden. „Trotz grundsätzlicher Zustimmung zu dem Projekt sind Nacharbeiten dringend erforderlich“, verlangt die SPD-Bezirksverordnete Annette Hertlein. Auch die Nachbarschaft in dem Schöneberger Kiez am Winterfeldtplatz diskutiert den bisherigen Umbau der Straße kritisch. Die Anwohnerinnen und Anwohner ärgern sich über fehlende Fahrradspuren und zu enge Fahrbahnen, die auch noch von Falschparkern blockiert werden. Aus ihrer Sicht sind die Aufenthaltszonen ungemütlich. „Die Bürge-rinnen und Bürger müssen in die im Sommer geplante Evaluationsphase eingebunden werden“, fordert Hertlein deshalb.

„Das Blindenleitsystem, das blinde Mitbürgerinnen und -bürger eigentlich unterstützen soll, ist technisch und konzeptionell deutlich verbesserungsbedürftig. Im Moment stellt es eher eine zusätzliche Gefährdung dar.“, nennt die im September für das Abgeordnetenhaus kandidierende Hertlein einen weiteren Schwachpunkt. So freut sie sich zwar, dass junge Menschen einen neuen Ort zum Skaten gefunden haben, glaubt aber nicht, dass die Edelstahlbänke in der Maaßenstraße dafür vorgesehen waren. Nach Aussage von Stadtrat Daniel Krüger, CDU, sind die Bänke aber auch nicht zum längeren Sitzen und Verweilen vorgesehen. Welchen Zweck die Bänke sonst erfüllen sollen hat Stadtrat Krüger bisher nicht beantwortet. Für die Beseitigung von Mängeln ist laut Stadtrat Krüger außerdem die Senatsverwaltung zuständig, die die Planung und Aus-führung beauftragt habe.

Der Umbau der Maaßenstraße zur Begegnungszone ist das erste von drei Pilotprojekten in Berlin. Die Bürgerbeteiligung zum Umbau der Bergmannstraße in Kreuzberg hat bereits begonnen, der Checkpoint Charlie wird voraussichtlich ab 2018 umgestaltet.

Die SPD-Fraktion unterstützt grundsätzlich die Berliner Fußverkehrsstrategie, zu der auch „Begegnungszonen“ wie in der Maaßenstraße gehören. Sie hat ein besseres Mit-einander von Fußgänger*innen, Radler*innen und Autofahrer*innen zum Ziel.

„Das Pilotprojekt Begegnungszone Maaßenstraße ist von besonderer Bedeutung. Wir dürfen diese Chance nicht vergeben und müssen die Anwohner*innen in die Evaluationsphase einbinden“, fordert Annette Hertlein. Die Überprüfung soll im Sommer 2016 beginnen. Dabei sollen Daten zum Verkehr und zur wirtschaftlichen Lage der Gewerbe-treibenden gesammelt werden. Auch die Erfahrungen Behinderter sollen in die Ergebnisse einfließen.

 

 

Downloads

Bundestagswahl

Flugblätter

SPD Tempelhof-Schöneberg